Glanzvolle Ballnacht: 13. SemperOpernball

200 Debütanten genossen den SemperOpernball 2018, nachdem ihr eigener Auftritt erfolgreich absolviert war. Foto: © SOB/Thomas Trutschel/photothek
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Dresden dreht sich immer schneller. Beim 13. SemperOpernball purzelten einmal mehr die Rekorde.

Kein Zweifel, der SemperOpernball ist das gesellschaftliche Ereignis in der Stadt. Das Konzept des Teams um Impressario Hans-Joachim Frey ist auch 2018 wieder aufgegangen. Sowohl vor Ort als auch vor dem Fernseher vermochte es die Veranstaltung am 26. Januar 2018 die Menschen zu begeistern. Der Mitteldeutsche Rundfunk konnte mit der Live-Übertragung eine Rekordquote von 21,6 Prozent Marktanteil verbuchen. Rechnet man noch die Wiederholung bei 3sat mit dazu, erreichte die Übertragung des Balls insgesamt drei Millionen Zuschauer in den deutschsprachigen Ländern. Auch am Ort des Geschehens herrschte großer Trubel. Neben den 2.500 Gästen in der Semperoper verfolgten bis zu 15.000 Gäste des SemperOpenairballs das Geschehen bei schönem Januarwetter auf dem dichtgefüllten Theaterplatz, nach Angaben des Veranstalters die größte Zahl, die je beim Openairball registriert wurde. Und dank einer Kooperation mit der Filmproduktionsfirma Lenfilm aus St. Petersburg wurde das Ereignis sogar im größten Kino der Partnerstadt Dresdens gezeigt.

Werbung in eigener Sache

Genug Gründe also für Hans-Joachim Frey, zufrieden zu sein. „Der Ball war ein großer Erfolg. Der SemperOpernball erreicht die Menschen in Dresden, Sachsen und weit darüber hinaus, und das ist das Wichtigste. Er ist inzwischen eine feste Institution in der europäischen Balllandschaft und setzt selbst Maßstäbe als größtes Klassik-Entertainment-Event im deutschsprachigen Raum“, so der Ballchef. Demnach konnte Dresden Werbung in eigener Sache machen und aufzeigen, dass die Einwohner der Landeshauptstadt kulturinteressiert und begeisterungsfähig sind. Den Besuchern wurde aber auch einiges geboten. Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn zelebrierte Feuerwerk- und Lichtkünstler Tom Roeder eine beeindruckende Eröffnung, als zur Festival-Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch eine überdimensionale „13“ über der Semperoper aufleuchtete. Im Haus selbst sorgte der von Sabine und Tassilo Lax zur Musik von Anton Lubchenkos eigens für den SemperOpernball komponierte „Mephisto-Walzers“ für einen Aufgalopp der 200 Debütanten. Die durchaus anspruchsvolle Choreografie verlangte bei fast elf Minuten Länge vollste Konzentration.

Spektakuläre Performances

Die Balleröffnung lag traditionell in der Verantwortung des obersten Landesherrn. Der neue sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer tanzte deshalb erstmals mit seiner Lebensgefährtin Annett Hofmann über das Semperoper Parkett. Die Show wurde vom Moderatoren-Duo Guido Maria Kretschmer und Sylvie Meis  kurzweilig und charmant präsentiert. Die Gäste konnten sich an spektakulären Performances von Weltstars der Klassik wie Diana Damrau und Denis Matsuev erfreuen. Aber auch Kontorsionskünstlerin Lili Paul vom Circus Roncalli oder Max Giesinger, der vor der Semperoper sang, blieben in Erinnerung. Musikalisch schöpften die Organisatoren aus dem Vollen. Fast jeder Musikgeschmack wurde bedient. „Der schnelle Wechsel der Genres ist ein Markenzeichen unseres Balles und trifft den Nerv des Publikums“, sagte dann auch der künstlerische Gesamtleiter Hans-Joachim Frey. Letzter großer Höhepunkt war dann André Rieu, der mit seinem Johann-Strauß-Orchester wie schon 2017 als „Mitternachtsact“ für Verzückung sorgte. Dass der Auftritt aufgrund von Verschiebungen im Programm eigentlich erst nach Mitternacht aufspielte, störte letztlich kaum einen Gast.

Die elfminütige Choreografie der 200 Debütanten verlangte vollste Konzentration, Foto: © SOB/Thomas Trutschel/photothek

Sieben Preisträger

Auch 2018 wurden wieder sieben St.-Georgs-Orden überreicht. Die Preise gingen beim 13. SemperOpernball an die Schauspiellegende Jürgen Prochnow (Preisübergabe durch Marianne Sägebrecht), den Fußballer Miroslav Klose (Preisübergabe durch Arthur Abraham), Schauspielerin Veronica Ferres (Preisübergabe durch Franziska van Almsick), Lufthansa-Chef Carsten Spohr (Preisübergabe durch Christoph Leitl), die Präsidentin von Mauritius Ameenah Gurib-Fakim (Preisübergabe auf dem VIP-Empfang im Hotel Kempinski Taschenbergpalais durch den Präsidenten des Sächsischen Landtages Matthias Rößler) und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (Preisübergabe durch Johannes B. Kerner). Emotionaler Höhepunkt war schließlich die Ehrung der Paralympics-Siegerin Christiane Reppe, die den Orden draußen auf dem Theaterplatz tief bewegt aus den Händen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert entgegennahm und ihn allen Sportlern und engagierten Ehrenamtlern der Stadt widmete. Die Laudatio für Christiane Reppe hielt Johannes Vetter, Speerwurfweltmeister und ebenfalls Dresdner.

Neuer Termin

Getreu dem Motto „Nach dem Ball ist vor dem Ball“ laufen die Planungen für den SemperOpernball 2019 schon jetzt an. Ein Datum gibt es bereits. Nächstes Jahr findet die Veranstaltung am 1. Februar statt.

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