Robotron-Kantine als temporärer Kunstort

v.l.: Andrea Hilger (Direktorin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst) und Christiane Mennicke-Schwarz (Künstl. Leiterin Kunsthaus Dresden) / Foto: PR
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Das Gebäude soll temporär für zeitgenössische Kunst genutzt werden. Die OSTRALE Biennale wird 2021 erstmals im Stadtzentrum gezeigt. Das  Kunsthaus Dresden bespielt die Außenfassade und später auch Innenflächen.

Die „Robotron-Kantine“, eine markante Pavillonarchitektur der Ostmoderne – gelegen hinter dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden –, wird bald temporär für zwei Projekte der zeitgenössischen Kunst zur Verfügung stehen. Das Kunsthaus Dresden sowie das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst erhalten die Gelegenheit zur zeitweisen Nutzung des Objekts. Entsprechende Verträge für die Zwischennutzung sind in Vorbereitung, wie beide Häuser am 19. November 2020 mitteilten. Damit kann die internationale Ausstellung für zeitgenössische Künste OSTRALE Biennale erstmals im Dresdner Stadtzentrum stattfinden. Das Objekt befindet sich im Besitz der GERCHGROUP AG, Düsseldorf.

Robotron-Kantine / Foto: © Marco Dziallas

Andrea Hilger ist optimistisch, die Voraussetzungen dafür schaffen zu können, dass die Durchführung der internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE Biennale (01.07. bis 03.10.2021) in dem Objekt baupolizeilich genehmigungsfähig ist. Sie hat bereits ein Architekturbüro mit den Planungen beauftragt. Die Direktorin des OSTRALE Zentrums für zeitgenössische Kunst: „Wir sind der GERCHGROUP außerordentlich dankbar für das große Entgegenkommen. Sie macht es möglich, dass sich der Hauptort der OSTRALE Biennale O21 nicht nur mitten im Dresdner Stadtzentrum befinden könnte – sondern dass wir dafür auch ein spannendes architektonisches Zeichen der Ostmoderne nutzen können“, freut sie sich.

Blick in die Robotron-Kantine / Foto: © Marco Dziallas
Blick in die Robotron-Kantine / Foto: © Marco Dziallas

Noch im Dezember wird die Robotron-Kantine zum lokalen Auftaktort des internationalen Kunstprojektes Nord Ost Süd West, welches das Kunsthaus Dresden mit zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern plant. Vier Dresdner Künstlerinnen und Künstler bespielen die Außenfassade temporär und setzen damit dem fortschreitenden Vandalismus an dem Gebäude der Ostmoderne buchstäblich Kunst entgegen. Die künstlerische Leiterin des Kunsthauses Dresden Christiane Mennicke-Schwarz erklärt: „Kunst ist Teil der Gesellschaft, auch in Zeiten der Pandemie. Gerade jetzt, vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme, ist es wichtig, auch ermutigende Zeichen zu setzen, und dafür, dass wir weiterhin Beziehungen und Austausch mit anderen Menschen in der Welt benötigen.“ Geplant sind Beiträge des Projektes Nord Ost Süd West im Sommer im Rahmen der OSTRALE Biennale O21 wie auch im darauffolgenden Jahr in und an der Kantine. 

www.ostrale.de / www.kunsthausdresden.de

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