Ein Regenbogen für die Ewigkeit

Olafur Eliassons Lichtkunst im Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Mit „Euphorisches Licht für den Mathematisch-Physikalischen Salon“ zieht ein außergewöhnliches Kunstwerk in das traditionsreiche Dresdner Museum ein. Der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson hat eigens für den Globensaal eine Lichtinstallation geschaffen, die einen kreisrunden, strahlenden Regenbogen in den dunkelsten Raum des Hauses zaubert. Möglich wurde dieser Ankauf durch das Engagement der Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die mit privater Initiative immer wieder neue Impulse für die Sammlung setzen.

Kunst trifft Wissenschaft
Eliassons Werk ist mehr als ein ästhetisches Erlebnis: Es macht ein physikalisches Phänomen sichtbar, das in der Natur meist verborgen bleibt. Regenbögen erscheinen uns als Bögen, sind aber in Wahrheit vollständige Kreise – eine Tatsache, die der Künstler mit seinem leuchtenden Lichtkreis eindrucksvoll inszeniert. Im Zusammenspiel mit den historischen Himmelsgloben des Salons, die den Kosmos als Ganzes abbilden, entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wissenschaft und Kunst.

Euphorie und Inspiration
„Es könnte keinen besseren Ort geben als den Globensaal, um das Wunder des Lichts zu feiern“, betont Olafur Eliasson. Auch Bernd Ebert, Generaldirektor der SKD, sieht in der Installation eine Brücke zwischen den technischen Instrumenten der Sammlung und der zeitgenössischen Kunst. Petra von Crailsheim, Vorsitzende des Freundeskreises, hofft, dass das Werk Neugier und Begeisterung weckt – und vielleicht sogar neue Unterstützer für die Kunst in Dresden inspiriert.


Porträt von Olafur Eliasson in Island, 2025 / © 2025 Olafur Eliasson, Foto: Matteo Rapini / Studio Olafur Eliasson
Mathematisch-Physikalischer Salon
im Dresdner Zwinger
www.skd.museum
Redaktion: Jörg Fehlisch

