Filmfest Dresden startet: Kurzfilm trifft Zeitgeist

© Oliver Killig
0
Das 38. Filmfest Dresden eröffnet am 14.04.2026 mit gesellschaftlichem Weitblick, filmischer Vielfalt und Programmhöhepunkten zwischen Arbeit und Humor.

Was einst als kühnes Experiment im Frühjahr 1989 begann, hat sich längst zu einem der renommiertesten Kurzfilmfestivals Europas entwickelt. Heute zieht es jährlich hunderte Filmschaffende und Fachbesucher:innen aus aller Welt an – ein lebendiges Zeugnis für die Kraft der kurzen Form und die Offenheit einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.

Begegnung und Festivalflair

Mit der feierlichen Eröffnung in der Schauburg setzt das Filmfest Dresden ein erstes Glanzlicht. Festivalleiterin Anne Gaschütz: „Wir freuen uns sehr auf die diesjährige Festivalausgabe. Hinter uns liegt eine intensive Zeit, in der unser Team mit viel Einsatz und unter wachsenden finanziellen Herausforderungen an dieser Ausgabe gearbeitet hat. Daher gilt unser besonderer Dank auch allen Förderern, Sponsoren und Unterstützer:innen, die dieses Festival erst möglich machen. Gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend komplexen und angespannten Weltlage verstehen wir das Festival als einen Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und in Austausch treten können. Wir freuen uns auf die Begegnungen, Gespräche und Filme – und darauf, das Festival gemeinsam mit unserem Publikum zu einem lebendigen Ort werden zu lassen.“

Foto: © Oliver Killig
Höhepunkte der ersten beiden Tage

Bereits zum Auftakt zeigt sich die ganze Bandbreite des Festivals: Während in der Schauburg die Eröffnung gefeiert wird, lockt das kostenfreie Kurzfilm-Open-Air auf dem Schlossplatz mit urbanem Flair und cineastischer Frischluft. Die diesjährige Schwerpunktreihe „Work in Progress“ beleuchtet in mehreren Programmen die Umbrüche und Herausforderungen moderner Arbeitswelten – ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Humorvolle Akzente setzt das Programm „Europa ist kein Witz – oder doch?“, das mit feiner Ironie auf die Absurditäten des Kontinents blickt. Die Retrospektive „Orte der Arbeit“ eröffnet neue Perspektiven auf Baukultur und soziale Beziehungen, während internationale Gäste wie Kelly McCormack, Ira Hetaraka und Kim Sanou ihre Werke persönlich vorstellen. So wird Dresden zum pulsierenden Zentrum der Kurzfilmszene, in dem Vielfalt, Kreativität und Austausch im Mittelpunkt stehen.

Kurzfilm-Open-Air auf dem Schlossplatz / © Elias Staiger
Ausblick und gesellschaftliche Relevanz

Mit seinem vielschichtigen Programm und dem Mut zur thematischen Offenheit beweist das Filmfest Dresden, wie lebendig und relevant die kurze Form sein kann. Es lädt dazu ein, gesellschaftliche Umbrüche, Identitäten und Visionen gemeinsam zu reflektieren – und zeigt, dass Filmkunst Impulsgeberin, Brückenbauerin und Spiegel einer Welt im Wandel sein kann.

Das vollständige Programm finden Sie unter www.filmfest-dresden.de/de/

38. Filmfest Dresden vom 14.-19.04.2026

Redaktion: Jörg Fehlisch

Sie interessieren Sich möglichweise auch für: