Volksbank Dresden-Bautzen eG legt erste Bilanz vor

v.l.n.r.: Thomas Müller, Remo Teichert und Tilman Römpp bilden den Vorstand der Volksbank Dresden-Bautzen eG / Foto: Jessica Grossmann
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Premiere für die Volksbank Dresden-Bautzen eG: Im ersten Jahr nach der Verschmelzung kann die Genossenschaftsbank gute Zahlen vorweisen.

Wenn sie auch sorgfältig vorbereitet war, so war das erste Jahr nach der Verschmelzung von zwei großen Regional­banken gewiss kein Selbstläufer. Umso mehr freuen sich die drei Vorstände der Volksbank Dresden-Bautzen eG darüber, im Premierenjahr eine gute Bilanz vorlegen zu können. Die Voraus­setzungen waren gut, zumal die Vertreterversammlungen so­wohl der Volksbank Bautzen eG als auch der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG die Fusion ohne Gegenstimmen abgenickt hatten. „Wir betrachten dies als Vertrauensbeweis für unsere strategische Ausrichtung, deren Ziel es ist, genossenschaftlich verfasstes Bankwesen für unsere Region zukunfts­sicher zu machen“, so Thomas Müller, Vorstandssprecher der Volksbank Dresden-Bautzen eG. Zur Bewährungsprobe für den Zusammen­schluss wurde der 23. September 2017. Mit der technischen Fusion erfolgte die Zusammenführung beider Institute unter einer Bankleitzahl. Kunden der ehemaligen Volksbank Bautzen eG erhielten neue Kontonummern. Die technische Fusion verlief aus Sicht der Kunden geräuschlos. Die Bank war erreichbar, die Zuordnung aller Kunden und Konten fehlerfrei, der Geschäfts­betrieb funktionierte.

Umstrukturierung im Vorstand

Mit dem Zusammenschluss war auch eine Umstrukturierung im Vorstand verbunden. Bereits im Juni 2017 wurde das langjährige Vorstandsmitglied der Volksbank Bautzen eG, Klaus Otmar Schneider in den Ruhestand verabschiedet. Herr Schneider hatte sich in hohem Maße für das Gelingen der Fusion eingesetzt. Zudem verließ Vorstandsmitglied Marc Binczick die Bank auf eigenen Wunsch, um in den Vorstand der genossenschaftlichen Spezialbank BAG Hamm einzutreten. Gegenwärtig setzt sich der Vorstand deshalb aus den Herren Thomas Müller als Sprecher sowie Tilman Römpp und Remo Teichert zusammen.

Starke Positionierung in der Region

Nach wie vor stark verwurzelt präsentiert sich die Bank in der Region. Im Zuge der Verschmelzung wurde das Verbreitungs­gebiet des Hauses auf sechs Regionalmärkte aufgeteilt. Trotz der Digi­talisierung ist der kompetente Ansprechpartner vor Ort für die Kunden ein unerlässlicher Vorteil im genossenschaftlichen Bankenwesen. Dazu passt, dass im Zuge der Fusion keine der 34 Filialen geschlossen wurde, wobei dieser Aspekt in den nächs­ten Jahren unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft werden muss. Das klare Bekenntnis zur Region bleibt aber unbestritten. Als Arbeitgeber für 380 Mitarbeiter trägt die Bank zur wachsenden Kaufkraft in der Region bei. Das regionale Engagement in kulturellen, sportlichen und sozialen Bereichen zeichnete die Bank in der Vergangenheit aus. Daran wird auch in Zukunft festgehalten.

Starke Gewinne im Kreditgeschäft

Besonders erfreulich war das Wachstum im Kreditgeschäft. Das an die Kunden ausgereichte Kreditvolumen ist um 7 % auf 840 Millionen Euro gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich unterdessen um 34 Mio. Euro auf 1.925 Mio. Euro. Damit konnte der Vertreterversammlung am 20. Juni 2018 eine Dividendenaus­schüttung in Höhe von 4 % vorgeschlagen werden. Moderater war das Wachstum dagegen bei den Kundeneinlagen. Hier konnte gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um 1,2 % auf 1,679 Milliarden konstatiert werden. Generell sind die Kredite relativ breit gestreut. Der Anteil der Firmenkunden am Gesamtkredit­geschäft liegt bei 78 % gegenüber 22 % der Privatkunden. Damit trägt die Entwicklung der genossenschaftlichen Prämisse Rechnung. „Wir sind für weiteres Wachstum im Kreditgeschäft mit unseren mittelständischen Kunden auch künftig gut aufgestellt“, sagt Vorstandsmitglied Remo Teichert.

Ausbau des Private-Banking

Im Trend liegt auch bei der Volksbank Dresden-Bautzen eG das Wertpapiergeschäft. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrig­zinspolitik suchen die Kunden nach alternativen Anlage­möglichkeiten. Der personelle Ausbau der Kundenbetreuung im Bereich Private Banking und Wealth-Management soll auch 2018 weiter fortgesetzt werden. „Wir haben gegenüber unseren mittelständischen Kunden eine besondere Verantwortung, um eine optimale und individuelle Gesamtlösung sowohl für das Unter­nehmen als auch für den Unternehmer als Privatperson einschließlich seiner Familie zu erreichen“, so Teichert.

Blick in die Zukunft

Die wesentlichen Rahmenbedingungen bleiben im Banken­wesen unverändert. Die Branche ist gekennzeichnet durch Effek­te, die schon die Fusion der beiden Genossenschafts­banken bedingt haben. Die fortschreitende Digitalisierung macht sich dabei besonders im Zahlungsverkehr bemerkbar. Immerhin mehr als 60 Prozent aller deutschen Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte online ab. Zudem drängen die sogenannten Fintechs auf den Markt, also Finanzdienstleistungen, die ohne die traditionelle Bank als Mediator auskommen. „Mit unserer Erfahrung, der Kompetenz bei der Beratung und dem direkten Kontakt in der Filiale sind wir der Überzeugung, der wachsenden Konkurrenz Herr zu werden“, meint Thomas Mülller. Zudem gibt es ein breites Portfolio an Online-Angeboten, das von immer mehr Kunden genutzt wird.

Foto: Andor Schlegel

Regionale Nähe als Trumpf

Weitere Herausforderungen entstehen durch den Ausbau regulatorischer Maßnahmen und die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB. Die Bank sieht einen deutlichen Zinsanstieg frühestens in zwei bis vier Jahren, wodurch die Zinsmargen weiter sinken werden. Doch sieht sich die Volksbank Dresden-Bautzen eG dank der erfolgreich verlaufenden Fusion diesen Herausfor­derun­gen gegenüber gut gewappnet. „Unseren großen Vorteil der regionalen Nähe werden wir nicht aufgeben, sondern vertiefen“, so Thomas Müller. „Denn in einer von Digitalisierung geprägten Welt haben wir ein Angebot für unsere Kunden, das Maschinen nicht leisten können: Unsere Mitar­bei­terinnen und Mitarbeiter verhelfen unseren Kunden zum Wohl­fühlen, beim Planen ihrer persönlichen Zukunft oder ihres Unternehmens.“  

Volksbank Dresden-Bautzen eG I Georgenstraße 6 I 01097 Dresden
Telefon: 0351 8131-0 I www.vbddbz.de
Text: Philipp Demankowski

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