Meister der Emotionen: Corregio in Dresden

© Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Fotos: Elke Estel, Hans-Peter Klut
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Die Gemäldegalerie Alte Meister präsentiert 2026 erstmals das Gesamtwerk des Renaissance-Genies außerhalb Italiens – mit einzigartigen Leihgaben und restaurierten Meisterwerken.

Mit der Ausstellung „Correggio. Berührend menschlich“ rückt die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) einen der faszinierendsten Maler der italienischen Renaissance ins Rampenlicht. Vom 19. September 2026 bis zum 10. Januar 2027 wird das Gesamtwerk Antonio Allegri, besser bekannt als Correggio, erstmals außerhalb Italiens in einer umfassenden Schau präsentiert. Bereits jetzt hat der Ticketvorverkauf begonnen – ein untrügliches Zeichen für die Vorfreude auf eines der kulturellen Highlights des Jahres.

Unterschätztes Genie

Obwohl Correggio zu Lebzeiten und darüber hinaus als einer der bedeutendsten Künstler seiner Epoche galt, ist sein Name heute weniger geläufig als der seiner Zeitgenossen Leonardo, Michelangelo oder Raffael. Dabei war es gerade Correggio, der mit seinem atmosphärischen Spiel von Licht und Schatten, den lebendigen Figuren und der kühnen Neuinterpretation religiöser wie auch erotischer Themen die Malerei revolutionierte. Seine Werke, geprägt von emotionaler Tiefe und einer fast barocken Bewegtheit, beeinflussten Generationen von Künstlern weit über die Renaissance hinaus.

Correggio, Madonna des heiligen Georg, um 1525-30, © Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut
Einzigartige Sammlung

Die Gemäldegalerie Alte Meister besitzt mit vier monumentalen Altartafeln – darunter „Die Heilige Nacht“ und die „Ma­don­na des heiligen Sebastian“ – den weltweit größten Be­stand an Correggio-Gemälden. Diese Sammlung bildet das Herz­stück der Ausstellung, die durch hochkarätige Leihgaben aus internationalen Museen wie dem Louvre, dem Prado und den Uffizien ergänzt wird. Insgesamt werden rund 100 Expo­nate zu sehen sein, darunter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte, die das künstlerische Umfeld Correggios eindrucksvoll beleuchten.

Das Göttliche menschlich machen

Im Zentrum der Präsentation steht Correggios außergewöhnliche Fähigkeit, Emotionen in seinen Figuren lebendig werden zu lassen. Mit eleganten, oft gewagten Posen und einer bemerkenswert lebensnahen Darstellung von Haut und Haaren verleiht er Heiligen und antiken Göttinnen eine berührende Nahbarkeit. Besonders die restaurierte „Madonna des heiligen Sebastian“ wird als Glanzstück der Ausstellung erstmals nach aufwendiger Untersuchung wieder öffentlich gezeigt.

Correggio, Die Heilige Nacht, um 1528/30, © Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunst­sammlungen Dresden, Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut
Fest für Kunstliebhaber

Die Ausstellung im Dresdner Zwinger verspricht ein Fest für alle Sinne zu werden. Sie lädt dazu ein, Correggios Meister­schaft neu zu entdecken und sich von der Menschlichkeit seiner Kunst berühren zu lassen. Tickets sind ab sofort im Web­shop der SKD sowie an allen Vorverkaufsstellen erhältlich – wahlweise für die Sonderausstellung allein oder als Kom­bi­ticket mit der Dauerausstellung. Wer sich dieses außergewöhnliche Kunsterlebnis nicht entgehen lassen möchte, sollte sich frühzeitig einen Platz sichern.

„Correggio. Berührend menschlich“
Gemäldegalerie Alte Meister
Laufzeit: 19.09.2026-10.01.2027, täglich 10-17 Uhr, Mo. geschlossen
www.skd.museum

Redaktion: Jörg Fehlisch

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