Heinrich-Schütz-Residenz: Leben, wo die Stadt pulsiert
Die Heinrich-Schütz-Residenz am Dresdner Neumarkt vereint unter einem Dach, was sonst selten zusammenkommt: flexible Wohnformen, kulturelle Offenheit und eine lebendige Hausgemeinschaft.
Im Gespräch erklärt Carla Zumpe, wie das Konzept Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zusammenführt, weshalb kulturelle Angebote das Herz des Hauses sind und warum die zentrale Lage weit mehr bedeutet als nur kurze Wege – nämlich ein Wohngefühl mitten im pulsierenden Stadtleben.
Top: Die Heinrich-Schütz-Residenz gilt als erstes Haus am Platz mitten am Neumarkt in Dresden. Was sind die Gründe dafür?
Carla Zumpe: Ein wichtiger Punkt ist vor allem die Gemeinschaft, denn Vereinsamung ist zunehmend ein Thema, das krank macht – egal, in welchem Alter man ist. Wir haben ein riesiges Potenzial an Möglichkeiten hier, die man wahrnehmen kann, aber nicht muss. Je nach Bedürfnis und Gusto. In unserer Servicepauschale ist außerdem ein Consierge-Service inbegriffen, den man für kleinere Erledigungen nutzen kann. Es können aber auch externe Partner wie mobile Friseure oder Ärzte dazugebucht werden. Das ist wie das Leben im Hotel, nur individueller auf die einzelnen Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt.

Top: Das Konzept der Heinrich-Schütz-Residenz ist es, unterschiedliche Wohnformen unter einem Dach zu bündeln. Welche Überlegungen liegen dieser Idee zugrunde?
Carla Zumpe: Die Grundidee war von Anfang an, dass Menschen hier möglichst lange leben. Darüber hinaus bieten wir auch unser Boarding-Konzept, bei dem man sich ab einem Zeitraum von drei Monaten einquartieren kann. Wir haben Partner wie die Semperoper, die Uniklinik, das Max-Planck-Institut oder ESMC, die gern auf uns zurückgreifen, um ihren Mitarbeitern komfortables Wohnen mitten in der Innenstadt zu ermöglichen. Dadurch entsteht eine gewisse Fluktuation mit Bewohnern, die sich bewusst dafür entscheiden, nur ein oder zwei Jahre in Dresden zu wohnen.

Top: Es gibt also eine durchmischte Altersstruktur im Haus. Wie gestaltet sich das Zusammenleben zwischen Menschen in verschiedenen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen?
Carla Zumpe: Indem wir hier im Haus dafür sorgen, dass es kulturelle und künstlerische Aktivitäten gibt, die alle Altersgruppen ansprechen. Zum Beispiel die vierteljährlich wechselnden Ausstellungen, die mit Vernissagen im Haus gefeiert werden. Wir organisieren auch gemeinsame Essen außerhalb oder größere Feste wie unser jährlich stattfindendes Sommerfest oder die Weihnachtsfeier – immer musikalisch und künstlerisch umrahmt. Das hat sich in den letzten Jahren total bewährt, und unsere Bewohner freuen sich jedes Jahr auf neue kulturelle Highlights. Wir haben auch andere Aktivitäten angeschoben, wie Romee- oder Skatrunden, wo Jung und Alt zusammenkommen und gemeinsam Spaß haben.
Top: Welche unterschiedliche Wohnmodelle gibt es im Haus und wie nutzen die Bewohner diese Flexibilität?
Carla Zumpe: Wir bieten Apartements von 49 m2 bis 125 m2 an, Das sind 2- oder 3-Raumwohnungen, in denen man allein oder zu zweit komfortabel leben kann. Die Größe des Wohnraums ist am Ende nicht entscheidend, um glücklich zu sein. Unser größter Vorteil ist die unschlagbare Lage mitten am Neumarkt mit direktem Blick auf die Frauenkirche und der einzigartigen Möglichkeit, alle kulturellen Highlights der Stadt fußläufig zu erreichen. Es ist gerade in der Weihnachtszeit sensationell, gleich mehrere Weihnachtsmärkte (z.B. am historischen Neumarkt, der Mittelaltermarkt im Stallhof oder die Märkte auf dem Strietzelmarkt, dem Postplatz und der Münzgasse) vor der Tür zu haben und damit auf kein Auto angewiesen zu sein. Unsere Bewohner müssen nur aus dem Fenster schauen oder aus der Tür treten, um in den Genuss des Stadtlebens zu kommen!

Top: Welche Möglichkeiten haben die Bewohner, eigene Ideen einzubringen oder Projekte im Haus anzustoßen?
Carla Zumpe: Alle Möglichkeiten! Eine Bewohnerin kümmert sich um gemeinsame künstlerische Aktivitäten, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Zum Beispiel ein DVD-Abend einmal im Monat, an dem hochkarätige Konzerte, Opern oder Ballett angeschaut werden. Dafür wird unser Gemeinschaftsraum genutzt und wir besorgen guten Wein und eine Kleinigkeit zum Essen dazu. Ein anderer Bewohner kümmert sich um Recherchen, was das Haus betrifft. Er sammelt alle Fotos und macht einmal im Jahr für alle Bewohner einen Rückblick auf die Feste und Feiern sowie die Historie von den Anfängen der Heinrich-Schütz-Residenz und des gesamten Viertels bis jetzt.
Top: Rückblickend betrachtet: Was hat dieses Jahr besonders gut funktioniert und was ist für 2026 geplant?
Carla Zumpe: Die Vermietung lief 2025 wirklich sehr gut! Wir hatten eine unheimlich große Nachfrage, auch durch regelmäßige Artikel in den Medien. 2026 wünschen wir uns weiterhin eine gute Auslastung, ein harmonisches Zusammenleben und viele Besucher im Henricus Spa – unserem Wellnessbereich im historischen Kellergewölbe mit Private-SPA für maximale Entspannung!

Heinrich-Schütz-Residenz
Frauenstraße 14, 01067 Dresden
Telefon: 0351 263 59 60
www.heinrich-schuetz-residenz.de
Interview: Sabine Dittrich


